Die vier besten kostenlosen Bildbearbeitungsprogramme

Beliebte Grafikprogramm-Logos zusammengefasst auf einer KollageBildbearbeitung ist kein günstiger Spaß. Umfangreiche Grafikeditoren wie Adobe Photoshop oder Ulead PhotoImpact sind teuer und für einen Heimgrafiker oder Studenten gerne zu viel des Guten. Doch es gibt eine Menge kostenloser Alternativen zu Bildbearbeitungs-Software.

Ich stelle vier verschiedene Programme zur Erstellung und Bearbeitung von Grafiken, Bildern und Fotos vor und liefere einen kurzen Bericht mit Bewertung, sowie empfohlene Anwendungszwecke.

Offizielles Logo von GIMPGIMP (GNU Image Manipulation Program)

GIMP ist der wohl bekannteste und umfangreichste OpenSource-Grafikeditor. Es wird selbst von professionellen Grafikern und Designern genutzt, ist einfach und übersichtlich in der Bedienung und verfügt über eine große Anzahl an Werkzeugen und Brushes, womit es eine gute Alternative zu Photoshop und Co stellt. Vorteilhaft sind tausende Tutorials verstreut im Internet, welche auch Einsteigern schnell Erfolge erblicken lassen.

Screenshot des Bildbearbeitungsprogramms GIMPDas Tool bietet alles, was ein Bildbearbeitungsprogramm können muss. Egal ob Flyer, Webdesign oder Fotokollage, GIMP hat die Werkzeuge direkt einsatzbereit, unter Windows, Mac OS X als auch Linux. Es beherrscht den Umgang mit 14 Bildformaten (darunter JPEG, PNG, GIF, TIFF, PSD und BMP) und etliche Korrekturmodi, sowie Werkzeugpalette mit Zauberstab- und Pfadfunktionen. GIMP kann sehr individuell an seinen Nutzer angepasst werden: Paletten und Fenster sind auswähl- und konfigurierbar.

Weitere Informationen:

Paint.NET

Logo des Grafiktools Paint.NETDiese kleine, aber feine Freeware ist nicht zu verwechseln mit dem auf Windows vorinstallierten Paint.

Paint.NET bietet alle wichtigen Funktionen, die der Ottonormalverbraucher benötigt.Screenshot der Freeware Paint.NET Für einfache Bildbearbeitungen oder Zuschnitte ist es mehr als ausreichend. Einsteiger werden sich mit dieser Freeware besonders schnell zu recht finden, da es nicht bei weitem nicht so umfangreich ist wie andere Bildbearbeitungsprogramme. Das Tool enthält knapp 30 Effekte, Ebenen- und Verlauffunktion. Beeindruckend ist auch die Performance und die Stabilität, mit der das Programm daher kommt.

Weitere Informationen:

pixlr

Screenshot des Online-Grafik-Tools pixlr - Photo editor onlinepixlr steht außer Konkurrenz zu den anderen Programmen: Es ist eine kostenlose Online-Anwendung basierend auf Flash. Das Tool ist vom Design her stark angelehnt an Adobe Photoshop, doch ist pixlr von jedem Ort über’s Internet startklar. Es bietet eine große Vielfalt an Filtern, Effekten, Korrekturen und Werkzeugen, was mich für ein Webprojekt sehr erstaunt. Leider macht sich der Umweg über das Internet, den Browser und Flash letztendlich in der Performance bemerkbar, denn bei wenigen Ebenen und Filtern beginnt der Browser bereits auszusetzen.

Trotzdem ist es ein sehr ausgeklügeltes Programm, welches einen vollständigen Ersatz liefert, wenn man derzeit keine Grafiksoftware installiert hat.

Weitere Informationen:

Inkscape

Screenshot des Vektorzeichen-Programms Inkscape der Version 0.48Ein sehr neues OpenSource-Projekt für Vektorzeichnungen ist Inkscape. Inkscape ist bereits jetzt eine vergleichbare Alternative zu kostenpflichtigen Programmen wie Illustrator und CorelDraw und strahlt mit SVG (Scalable Vector Graphics), XML und CSS-Standard-Integrationen. Das Projekt wird von Programmierern weltweit weiterentwickelt und hat eine große Fan- und Communitygemeinde angehäuft, welche schnell Rat bei Problemen weiß. Wie auch für GIMP, gibt es unzählige Tutorials und bietet somit Anfängern einen guten Einstieg. Das Programm ist mit den meisten UNIX-Systemen, Windows und Max OS X kompatibel. Inkscape ist derzeit mein persönlicher Favorit.

Fazit

Es gibt durchaus sehr qualitative und umfangreiche, kostenlose Bildbearbeitungsprogramme. Leider werden die meisten dieser Tools vermutlich nie an den gesteckten Standard von kommerzieller Software, wie Photoshop, heranreichen, da hierzu die finanziellen Mittel zur Weiterentwicklung fehlen.

Meinung: Diese Programme sind kostenlos, aber über eine Spende werden sich die Entwickler sicherlich freuen. Helfen Sie den Entwicklungsprozess zu beschleunigen und spenden Sie ein paar Euro.

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Kategorien: Grafik und Foto, Multimedia, Software

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Ein Kommentar zu “Die vier besten kostenlosen Bildbearbeitungsprogramme”

  1. Tristan sagt:

    Hallo Vitus,

    Schöner Überblick, den Du da gibst. GIMP ist mein persönlicher Favorit unter den kostenlosen Bildbearbeitungsprogrammen. Nicht nur wegen den Funktionen, den Plugins, sondern auch weil es unter Linux läuft :-)

    Das ist bei Paint.Net & Co. leider nicht der Fall. Dafür könnte man ja entsprechend auf andere Online-Dienste zurückgreifen.

    Pixlr.com ist dafür ja ein ganz gutes Beispiel. Die bieten sogar eine App für iOS und Android an, die durchaus mit kostenpflichtigen Alternativen konkurrieren kann. Über andere Online-Dienste habe ich selber mal mehrere Test-Artikel verfasst (http://programme-bildbearbeitung.de/category/online-bildbearbeitung).

    Beispielsweise sind FotoFlexer, die Photoshop Online Tools (kostenlos, im Gegensatz zur Desktop-Version) und Fotor.com noch ganz interessant. Was die Funktionen und Effekte angeht, sind diese gar nicht mehr soweit von den Desktop-Konkurrenten entfernt.

    Ich denke, da kann man auch noch gespannt, wie sich die Programme in der nächsten Zeit weiterentwickeln. Die Online-Dienste sind schließlich nicht auf Spenden, wie du es ja für GIMP & Co. beschreibst, angewiesen, sondern setzen intensiv Werbung ein, die mal, mal weniger stört. Finanzieren werden die sich also wohl können.

    Schöne Grüße

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