Tücken beim Kamerakauf – Worauf man bei Digitalkameras achten sollte


Sie werden kleiner, ihre Megapixelzahlen und Zoomfaktoren steigen, Videoaufnahmen in HD werden möglich und die Displays werden größer. Die Entwicklung von Digitalkameras ist sehr fortschrittlich, jedoch gibt es viele – von Herstellern – angeprieseneDigitalkamera und VideocamFeatures, von welchen man sich nicht beeinflussen lassen sollte. Was sie beim Kauf einer Kamera wissen sollten und wie sie Geld sparen können ohne an Bildqualität zu verlieren, möchte ich in diesem Artikel etwas hinterleuchten. Ich decke Tücken, Verkaufsmaschen und Mythen der Hersteller auf.

Mythos 1: Viele Megapixel → gute Bildqualität

Diese Aussage muss nicht zwingend richtig sein. Es stimmt zwar, dass eine Kamera mit hoher Megapixelzahl Bilder mit hohen Auflösungen machen kann, aber dass muss nicht heißen, dass sie bessere Bilder macht.

Warum es aber sein kann, dass eine Kamera mit wenigen Pixeln schönere Aufnahmen macht, lässt sich sehr logisch erklären. Wenn auf einem Chip wenige Pixel sind, kann die Qualität des einzelnen Pixels ausgeprägter sein, als wenn tausende Pixel zusätzlich Raum auf dem Chip einnehmen. Desto kleiner der einzelne Pixel, desto schwieriger ist es, ihn so herzustellen, dass er farbliche Tiefen, Sättigung und Kontraste gut erkennt.

Mobiltelefonhersteller setzen inzwischen stark auf hohe Megapixelzahlen. Das Bild hat so eine hohe Auflösung und lässt sich gut digital zoomen (mehr zum digitalen Zoom bei Mhytos 2), tatsächlich ist es allerdings viel grauer und ungesättigter.

Eine Kamera mit 10MP kann also möglicherweise sattere und frischere Fotos schießen, als eine mit 15MP. Man kann hier Geld sparen, indem man etwas weniger Megapixel wählt. Ob die Digicam zehn MegaPixel oder 20 hat, ist für den Ottonormalverbraucher im Endergebnis meist sowieso nicht bemerkbar.

Mythos 2: Zoom = Zoom …egal ob digital oder optisch

Immer häufiger findet man in den Kaufhausregalen Digitalkameras, die mit Zoomfaktoren bis 30x beworben werden. Hier hat man grundsätzlich zwischen optischen und digitalen Zoom zu unterscheiden, denn letzterer ist eigentlich keiner.

Beim optischen Zoom werden die Abstände der Linsen im Objektiv so verändert, dass das Licht anders gebrochen wird und ein Ausschnitt des Fotomodells größer erscheint. Dies ist ein verlustfreier Zoom, wie er auch in Mikroskopen und Ferngläsern genutzt wird. Dann gibt es noch den digitalen Zoom. Hier wird die digitalisierte Form des Fotomodells vergrößert. Dass diese Variante mit starken Verlusten behaftet ist, merkt man, wenn man am Computer ein beliebiges Bild, bspw. im PNG-Format, öffnet und mit dem Lupe-Werkzeug einen Bildausschnitt vergrößert. Das Bild wird unscharf.

Oft wird eine Kamera auch mit Enhanced-Zoom beworben. Das ist eine Mischung aus optischen und digitalen Zoom. Ich empfehle jedoch nur den optischen Zoomfaktor als ausschlaggebendes Kriterium anzusehen. Achten Sie also auf den optischen Zoom und lassen sie sich vom digitalen nicht beeinflussen – auch wenn er günstiger ist.

Der digitale Zoom findet übrigens in fast allen Fällen in Handykameras Einsatz. Das erkennt man sofort daran, dass sie keine Objektive haben.

Verkaufsmasche 3: Klein, aber fein …mit DigiCams geht alles

Die Funktionen und Features der kleinen Aufnahmegeräte nehmen zunehmend gigantische Ausmaße an. Längst kann man nicht mehr nur Fotos machen. Inzwischen sind Videoaufnahmen, Videoschnitt, Bildbearbeitung, Online-Funktionen wie Facebook-Upload, TouchScreen, Gesichtserkennung, Funkübertragungen, Erstellung von Galerien und vieles mehr in Kameras auf dem Markt erhältlich. Ganz zu schweigen von Funktionen wie Selbstauslöser, Portraitaufnahme oder Aufnahmen in Bewegung.

Man sollte sich überlegen, was man tatsächlich alles braucht und zunächst Geld sparen, indem man welche der Features weg lässt, sich dafür jedoch eine qualitativ hochwertigere Kamera kauft.

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Kategorien: Grafik und Foto, Mobilität, Multimedia

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